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Optometrie

Einfach besser sehen!

Unsere hochtechnisierte Umwelt beansprucht unsere Augen heute mehr denn je. Hier können geeignete Maßnahmen die Leistungsfähigkeit des visuellen Systems stabilisieren und steigern. In der Optometrie messen wir deshalb nicht nur die reine Sehschärfe oder Fehlsichtigkeit der Augen, sondern analysieren mit einer Vielzahl von Tests alle wichtigen Funktionen des visuellen Wahrnehmungssystems.

Optometrie ist die Wissenschaft vom Sehen mit gesunden Augen. Das Wort "Optometrie" setzt sich zusammen aus dem Griechischen "ops" (Auge) und "metron" (messen).

Die Gesamtheit der visuellen Wahrnehmung, also das "eigentliche Sehen", ergibt sich erst durch die Interpretation der von den Augen empfangenen Bilder. Eine gute Sehschärfe allein reicht noch nicht aus, um eine optimale Sehfähigkeit zu erlangen. Bei vielen Reihensehtests wird nur die Sehschärfe der Einzelaugen bewertet. Eventuell vorhandene funktionelle Störungen im Zusammenspiel beider Augen bleiben oft unerkannt und so der falsche Eindruck erweckt, mit der Sehleistung sei alles in Ordnung.

Wir bieten geeignete Maßnahmen zur Vorsorge, Linderung oder zur Beseitigung von Sehproblemen. Hierbei ziehen wir immer eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wie z. B. Osteopathen, Psychologen, Ergotherapeuten, Allgemeinmedizinern, Fachärzten, Lehrern, Erziehern in Betracht.

Seh-Probleme

Hinweise auf ein gestörtes Zusammenspiel beider Augen: *
  • Beidäugige Sehschärfe nicht besser od. sogar schlechter als monokular
  • Ständige Anstrengung beim Lesen, Fernsehen, Autofahren, Kino...
  • Unscharf- bzw. ansatzweises Doppelsehen nach hoher Sehanforderung
  • Rasches Ermüden beim Lesen, auch mit Lesebrille
  • Gerötete, brennende Augen, Druckgefühl, z.B. nach PC-Arbeit
  • Kopfschmerzen, meist Stirn- oder Schläfenbereich
  • Eingeschränktes räumliches Sehen, Blend-Empfindlichkeit
  • Nackenverspannungen
  • Augenflimmern
  • Einstellungsprobleme der Augen beim Distanzwechsel Fern-Nah und Nah-Fern
  • Verlieren des Leseortes (Zuhilfenahme des Fingers)
  • Tanzende Buchstaben, fallende Linien
  • Schlechtes Augenmaß (Entfernungen, Geschwindigkeiten)
  • Fixationsprobleme bei kleinen bewegten Objekten, oder z.B. beim Einfädeln
Mögliche Ursache der genannten Symptome sind oftmals nicht korrigierte Hyperopien, Akkommodations- und Konvergenzprobleme sowie Winkelfehlsichtigkeiten**). Hierbei kann mit optischen Mitteln oft geholfen werden. Bevor wir jedoch nach exakter Messung am Polatest, mit Spezialgläsern (insbesondere mit Prismengläsern) korrigieren, suchen wir stets nach Alternativen und differenzieren genau, denn: Ein spezielles Sehproblem bedarf immer der Betrachtung des Gesamtsystems. Hierauf konzentriert sich die Funktionaloptometrie.
 
*Sehstörungen, welche auf medizinisch relevanten Krankheiten oder z.B. durch Medikamenteneinnahme auftreten können müssen von den jeweiligen Fachärzten als ursächlich ausgeschlossen sein.
**Weitere Informationen zum Thema Winkelfehlsichtigkeiten finden Sie im Internet unter www.ivbv.org

Funktional-Optometrie

Sehen ganzheitlich betrachet: Die Funktionaloptometrie beschäftigt sich mit Funktions- und Wahrnehmungsstörungen, die bei gesunden Augen aufgrund einer fehlerhaften Sehentwicklung oder bedingt durch ein gestörtes Sehverhalten auftreten und zu visuellen Problemen führen.

Auffälligkeiten bei Erwachsenen:
  • Kopfschiefhaltung
  • Augenreiben
  • Zuhalten eines Auges beim Lesen oder Fernsehen
  • Langsames, stockendes Lesen
  • übermäßiges Blinzeln
  • Sehprobleme beim Autofahren; Orientierungsprobleme, vorwiegend nachts
  • Kaum Verbesserung genannter Probleme, mit der bisherigen Brille

Auffälligkeiten bei Kindern (zusätzlich):
  • Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS)
  • Abdecken eines Auges mit der Hand
  • Seitliches Verschieben des Textes vor ein Auge
  • Buchstaben weglassen oder dazu erfinden
  • Plötzliche Verschlechterung der schulischen Leistungen
  • Bei Ballspielen daneben greifen/schlagen
  • Auffällige Zappeligkeit (Hypermotorik)


Prüfung der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit

Wenn Sie erstmals Ihren Funktionaloptometristen aufsuchen werden Sie feststellen, dass viele Tests und Überprüfungen anders und umfangreicher sind als Sie das bisher kannten. Sie werden auf bestimmte visuelle Fähigkeiten getestet und viele Fragen über Ihre Sehfähigkeit werden beantwortet. In der visuellen Analyse werden mit einer Vielzahl von Wahrnehmungstests und der sogenannten 21-Punkte-Prüfung nach OEP (Optometric Extension Program) die Teilbereiche der visuellen Wahrnehmung analysiert und bewertet. Wir geben Ihnen die fachliche Anleitung und Begleitung die Sie brauchen, um entsprechende Fähigkeiten für ein leistungsfähiges visuelles System zu entwickeln. Bei manchen Menschen gibt das visuelle System nicht immer das wieder, was vermeintlich gesehen werden soll. Defizite in der visuellen Wahrnehmung können massive Lese- und Lernprobleme mit sich bringen. Wenn die Augen nicht richtig "greifen" fällt auch das Begreifen schwer!

Visualtraining

Viele visuelle Probleme lassen sich nicht durch eine Veränderung an einer einzigen Stelle lösen (z.B. durch die Verordnung einer Brille) sondern das Sehverhalten selbst muss insgesamt verändert werden. Bereits eine fehlerhafte Handhaltung des Bleistifts kann bei einem Kind zu Anpassungen des visuellen Systems führen und somit auf Dauer eine Sehproblem aufbauen, welches mit herkömmlichen Methoden (Brillenverordnung) nicht so ohne weiteres wieder behoben werden kann.
 
Ein individuelles Visualtraining ermöglicht Sehbeschwerden die auf Fehlentwicklungen beruhen, und/oder durch falsche Sehgewohnheiten oder andere Einflüße erworben wurden, zu lindern oder ganz zu beheben.
Erste Erfolge stellen sich meist schon nach wenigen Sitzungen ein. Eine anhaltende Verbesserung ist mit täglichen Übungen von ca. 20 Minuten über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten zu erreichen.
 
Hierbei bieten wir folgende Trainingsmodule an:
  • Motorische Übungen: Schreib- und Sitzhaltung, Hand-Augen-Koordination, Körperbalance, räumliche Orientierung.
  • Visualmotorische Übungen: Augenbewegungskontrolle, Koordination beider Augen, deren genaue Ausrichtung, Konvergenz-Divergenz-Training, Blicksprünge.
  • Visualtechnische Übungen: Akkommodations- und Anti-MyopieTraining.
  • Wahrnehmung: Detail-Wahrnehmung, Figur-Grundwahrnehmung, räumliche Wahrnehmung, periphere Wahrnehmung, visuelles Gedächtnis, visuelle Reaktionsgeschwindigkeit.